Laurenz Hildebrandt

Gedichte der Berührung

Gedichte vom Leben: dem Spiel der Polaritäten und der darin wohnenden Kraft und Liebe.

Stürmische und feine Melodien ...

Auf wogender See - mit offenem Herzen - sich berühren lassen ...

Das Leben - ein Gedicht!

Weihnachten (2009)

 

Nächtens,

Wenn der weite Wind weht

Aus den blitzend blinkenden Sternen,

Spür ich den Hauch auch Deines Sterns.

Mein Herz weitet sich in alle Fernen

Und trifft Dich, wo die Ewigkeit steht.

 

Ein jeder wandert

Durch Tage und Nächte im Werden

Als glänzender Stern auf dieser Erden,

Sammelnd und findend, selbst in Narben,

Des eigenen Wesens wundersame Farben,

Den Stoff und die Formen seines Kleides,

Die Früchte und Gefühle des eigenen Leibes.

 

Denn alles drängt ans Licht,

Was im Dunkeln noch führet,

Will zeigen sein helles Angesicht,

Damit dem weisen Dunkel Ehre gebühret.

 

Dann wird es geboren das göttliche Kind

Aus dem wehenden Sternen-Wind

In Dir, in mir, in all’ den wachenden Herzen –

Darum brennen an Weihnachten so viele Kerzen.

 

Dann strahlen die Augen aus dem Innen

Als würde ein Lichterbaum in Dir brennen.

Ein Leuchten aus tiefster Wahrheit,

Aus dem tiefen See voller Klarheit.

 

(eingestellt am 3. Advent 2017)

Presse
Pforzheimer zeitung vom 8. Mai 2010
laurenzpz8Mai2010gr.doc
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