Gesang des Wassers

Die Welle (Hokusai)
Die Welle (Hokusai)

 Gedichte 2008 - 2009

In diesem Band sind die neuesten Gedichte vereint, die das Spiel der Polaritäten und die darin wohnende Kraft und Liebe besingt. In den Naturelementen, in Mann und Frau, Tag und Nacht, in Sichtbarem und Unsicht­ba­rem, im Schicksal klingt die Musik des Le­bens – als eigene Erfahrung und Emp­findung, als Berührung und Berührtwerden. Hier ist die Sprache der Rhythmus, der Inhalt die Melodie, in denen sich Zartheit und Sturm, Weichheit und Härte, Heiterkeit und Tiefe begegnen.

Auf wogender See - mit offenem Herzen - sich berühren lassen. Das Leben ... ein Gedicht!

 

Inhalt:

Ruhe - Göttin - Wehen - Sinn - Zwei Veilchen -  Berg -  Gesang des Wassers -  An Nils Tannert -  Antigone -  Abend - Zwei Seelen -  Das Pergament - Deine, meine Augen - Meine Sinne - Nebelträume - Angelsword - Belle-de-nuit - Das Meer - Heute Nacht - Meine Ohren weinen - An Dich, Soraya -  Ja -  Spiegelnder See - Das Werk der Liebe - Hosianna - Wir weben - Lawrence - Lawrence II - Wo die Quelle eins ist mit dem Meer - Berges Stimme - Handtaschen - Weihnachten - Das neue Jahr beginnt - Ich bin die Nacht - Fühlend sinnt der Körper - An Dich - Ich halte Dich - Kirschblüten - Schwarze Rosen - Heilige Pfeife - Liebe - Worte

 

95 Seiten, 9 farbige Abbildungen, 12.- €   ISBN 978-3-8391-2162-7

      Ich halte Dich

     

Ich halte Dich...

Wenn Du Deinen Weg gehst

Wenn der Schmerz so groß ist

und Du Dich selbst nicht halten kannst

Wenn ich unwillentlich Deine Wunden aufgerissen habe

Ich halte Dich in meinem Herzen.

 

Ich halte mich...

Wenn ich meinen Weg gehe

Wenn meine Wunden schmerzen...

Ich halte mich in meinem Herzen.

 

Halte mich...

Wenn ich meinen Weg gehe

Wenn mein Schmerz so groß ist,

dass ich mich selbst nicht halten kann

Halte mich in Deinem Herzen.

 

Liebe, Du hältst uns...

Wenn einer den anderen hält

Wenn wir uns selbst nicht mehr halten können.

Liebe, Du hältst uns in Deiner unvergänglichen Weite.

Liebe - es tut so weh, Ferne zwischen uns zu spüren.

 

Liebe, Du weitest uns...

Dass unsere Schalen brechen

Und unsere Herzen über alle Weiten verbunden sind.

 

Liebe, Du machst mich sehend...

Für meinen Weg, für Deinen Weg

Und dass Du auf allen Wegen bist...

Nur habe ich mir manchmal etwa anderes davor gestellt.

 

Liebe, ich fühle Dich...

Du hältst mich in Deiner Weise.